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Zwiebeln & ein Rätsel

Auf meiner Reise fällt in der Regel eine Mahlzeit pro Tag nur mager oder ganz aus. Heute erwischt es das Frühstück. Nach 30 km Strecke zwischen Weinberg, Siedlung und See wird es drum höchste Zeit, etwas zu essen. Am Yachthafen von Founex improvisiere ich aus einem ganzen Topf Reis, unerhört viel Zwiebeln, Zucchini und Landjäger meine erste warme Mahlzeit seit Tagen. Weil ich das ganze Wasser für den Reis brauche, wasche ich das Geschirr vorläufig im See. Fett von Margarine und Landjäger hat es durch seine mehrschalige Verpackung geschafft, und nun ist vieles in der einen Fronttasche leicht fettig und riecht nach Landjäger.


Bald darauf erreiche ich Genf. Die Stadt gefällt mir, und ich fahre dort bis zum Abend ziellos herum.

Rätsel

  • Geht der gesuchte Gegenstand unterwegs verloren oder kaputt, kann ich ihn nicht ersetzen.
  • steht morgens, mittags, abends und nachts auf einem Bein
  • ist geruch- und geräuschlos, nicht wasserlöslich und hat eine Halbwertszeit von zwei Wochen.
  • kann unter einem Bierdeckel versteckt oder als Bierdeckel getarnt werden.
  • wurde 1896 noch nicht verwendet, geht aber auf ein Design des 13. Jhr. zurück
  • ist in seiner aktivierten Form monolateral hochadhäsiv oder so
  • Vor dir sind zwei Kammern: In der einen ist ein schreitender Löwe. In der anderen auch. Welche betrittst du?
  • um den ists geschehen, der in Genf mit auch nur 1 Milligramm davon erwischt wird
Hier tippen zum Auflösen
Die Rede ist natürlich von:
...den FC-Winti-Aufklebern! Spätestens seit den Übergriffen der FC Servette-Fans nach dem Cup-Halbfinal dürfte klar sein, dass jeder Winterthurer auf die Ultras des Genfer Vereins nicht gut zu sprechen ist. Umso wichtiger, direkt auf deren Territorium Präsenz zu markieren. Riskierend, von gewalttätigen Fans erwischt zu werden, fahre ich kreuz und quer durch das internationale Viertel, die lebendige Innenstadt und endlose Wohnquartiere, den Blick stets auf die Pfähle der Strassenschilder geheftet, um allfällige Servette-Sticker zu überkleben. Der unglücklichste meiner FC Winterthur-Sticker überlebt stramme 10 Sekunden, bis ihn ein vorbeifahrender Servette-Fan zerkratzt und mir im Wegfahren noch Scheiss Lausanne! Scheiss Winti! hinterherruft. Davor habe ich von eben jenem Strassenschild zwei gegnerische Sticker sorgfältig entfernt und klebe, nachdem er weggefahren ist, einfach wieder einen eigenen dorthin.