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Waschtag & Feuerwerk

Heute fahre ich nicht weiter, sondern bleibe auf dem Campinplatz bei Lyon, um die Stadt noch etwas erkunden zu können. Den Vormittag verbringe ich jedoch noch mit Waschen, Videoschnitt und Organisatorischem. Hier kann ich meine Sachen trocknen, aufladen und sortieren. Nachmittags geht es dann ins Stadtzentrum.


Lyon liegt am Zusammenfluss von Rhone und Saône, und die Bevölkerung versteht es, deren Ufer auch rege zu nutzen. Ich komme unvorbereitet in die Stadt und werde an einem Nachmittag aus ihr nicht wirklich schlau. Sehr markant ist die Kathedrale auf dem steilen Hügel über der Stadt. Von dort aus wird heute Abend das Feuerwerk abgehen. Ich nehme die Standseilbahn dorthin, geniesse die Aussicht über die Stadt, und gehe zu den Nahe gelegenen Ruinen des römischen Lugdunum, das bei Asterix immer wieder erwähnt wird. Von hier aus verwalteten die Römer einst weite Teile Galliens. Weil das in der Mitte gelegene Amphitheater gerade für den Theatersommer genutzt wird, kann ich nur einen unspektakulären Teil des Areals betreten. Eine Bar, die das Final der Fussball-EM überträgt, finde ich auf die Schnelle nicht. Stattdessen zieht es mich ans Ufer der Saône, wo sich etliche Gruppen von jungen Leuten getroffen haben. Um 22:30 ist es so weit: Das grosse Feuerwerk zum 14. Juli beginnt. Vom Wasser und den Brücken schaut die halbe Stadt zu. Dass Spanien Europameister wird, interessiert keinen. Bevor ich morgen weiterfahre, möchte ich noch zur Confluence gehen, wo sich die beiden Flüsse treffen. Die Innenstadt ist grösser als gedacht, und so bin ich eine Dreiviertelstunde unterwegs. Dort angekommen treffe ich zwei Männer, die Feuerwerk ablassen und filmen. Nach dieser Privatvorführung kann ich bis ganz an die Spitze gehen. Schwimmen kommt hier zwar nicht in Frage, aber ich kann meine Füsse ins Wasser halten – den linken in die Rhone, den rechten in die Saône. Bei der U-Bahn-Station dann die böse Überraschung: Die letzte Bahn ist schon vor einer ganzen Weile gefahren. Nachdem ich heute in Lyon schon viel Strecke zu Fuss gemacht habe, kommt es auf diese letzten 6 km zu meinem Fahrrad auch nicht mehr an.